Kurzantwort: Erst SDS-Architektur, dann Oberfläche
Die Körperoberfläche ist nicht das Schneidsystem. Zuerst werden Anwendung, SDS-Plus/SDS-Max, Hartmetallkopf, Fügeverfahren, Stahl, Wärmebehandlung und Nut festgelegt. Danach folgt die Oberfläche für Optik, Handhabung, Korrosion und Verpackung.
| Richtung | Optik | Funktion | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Sand-/Kugelstrahlen | Matt silbergrau | Zunder entfernen, Oberfläche vereinheitlichen | Profi-, Rohr- und Großpackungen |
| Gestrahlt + Öl/Klarschutz | Matte Stahloptik | Lager- und Transportschutz | Export und Lagerbestand |
| Schwarzoxid + Öl | Dunkel matt | Konversionsschicht, Ölhaltung, Identifikation | Handwerk und Private Label |
| Vernickelt | Hell silbern | Vorgegebene galvanische Optik und Korrosionsrichtung | Retail oder spezifizierte Feuchtmärkte |
| Farblack/Kennring | Markenfarbe in Zonen | SKU-Kennung, keine Materialaufwertung | OEM-Sortimente |
Strahlen als praktische Basis
Strahlen entfernt Oxid- und Prozesszunder und erzeugt auch auf komplexen Nuten eine gleichmäßige matte Textur. Unterschiede zwischen Umformung, Bearbeitung, Wärmebehandlung und Fügezonen werden vor Markierung und Verpackung optisch vereinheitlicht.
Eine gestrahlte blanke Oberfläche bleibt korrosionsanfällig. Deshalb beschreibt die Spezifikation den Folgeschutz: Öl, transparente temporäre Schicht, Beutel oder Rohr, gegebenenfalls Trockenmittel und die vereinbarte Lager-/Transportprüfung.
Schwarzoxid und Nickel sind Optionen, keine Qualitätsstufen
Schwarzoxid bietet eine dunkle Industrieoptik und kann Öl halten. Nickel bietet eine helle galvanische Optik mit projektspezifischem Korrosionsziel. Keine Variante macht den Bohrer automatisch schneller, zäher oder genauer.
Aus der Farbe lassen sich weder 40Cr/42CrMo, YG8C/YG11C, Kopfaufbau noch Wärmebehandlung ableiten. Diese Positionen werden separat freigegeben.
Position im Prozess
Die übliche Kontrollfolge umfasst Körperformung und Nutbearbeitung, Wärmebehandlung, Richten und Maßfreigabe, Hartmetallfügen, Reinigung/Strahlen, freigegebene Oberfläche, Markierung und Schutzverpackung. Die konkrete Reihenfolge richtet sich nach Fügeverfahren und Finish.
OEM-Finish freigeben
- Physisches Optikmuster für Farbe, Glanz und Textur freigeben.
- Behandelte und freizuhaltende Zonen definieren.
- Korrosionsmethode und Annahme nur bei Bedarf im Auftrag festlegen.
- Laser-Kontrast und Position nach Finish prüfen.
- Öl, Schutz, Hülle, Karton und Trockenmittel als System prüfen.
- Fertigmuster als Referenz für Serie und Wiederholauftrag freigeben.
RFQ-Checkliste
- SDS-Familie und Anwendung
- Körperstahl und Wärmebehandlung
- Gestrahlt, gestrahlt + Schutz, Schwarzoxid, Nickel oder Käuferdefinition
- Optikmuster, Glanz und Zonen
- Korrosionsprüfung nur wenn gefordert
- Markierung, Verpackung, Zielmarkt und Mengen
Zhonghuan liefert nach technischer Prüfung eine Oberflächenrichtung und einen Fertigmusterplan mit dem Projektangebot.